2018

Kirchenkonzert 18.11.2018

Von Roland Vitt

Mi, 21. November 2018

SASBACH-JECHTINGEN. Ein zu Herzen gehendes Kirchenkonzert präsentierte der Mandolinen- und Gitarrenverein Jechtingen am Sonntagabend in der Pfarrkirche St. Cosmas und Damian. Stefan Gerhart, der musikalische Leiter des Hauptorchesters, sowie Paul Ruf und Eugen Bronnenmayer Leiter der "Saitengдng" und der "Saitenkids", verstanden es, durch die gelungene Auswahl an Musikstücken eine besondere Atmosphäre in den Kirchenraum zu zaubern.

 

Zehn Titel hatten die 30 Musiker des Hauptorchesters und 15 Ensemble-Mitglieder im Gepäck. Alle Musiker stellten eindrucksvoll ihr Können unter Beweis. Pfarrer Bernhard Schneider betonte die Tradition von Kirchenkonzerten in der Vorweihnachtszeit in Jechtingen. 250 Zuhörer waren in die Jechtinger Kirche gekommen.

 

Saitengäng und Saitenkids eröffneten mit "El condor pasa", das bekannte Volkslied aus den Anden. Der zweite Titel "Waltzing Mathilda" erzählte die Geschichte eines australischen Wanderarbeiters, der sich lieber das Leben nimmt, als seine Freiheit durch eine Festnahme zu verlieren. Das dritte Lied war das bekannte Kirchenlied "Danke", das den evangelischen Theologen und Kirchenmusiker Martin Gotthard Schneider vor einem halben Jahrhundert international bekannt machte.

 

Das Hauptorchester eröffnete sein Programm mit "Intermezzo Sinfonico", einem eingängigen Werk von Pietro Mascagni (1863 bis 1945), das hauptsächlich bei Kirchenkonzerten gespielt wird.

 

Aus der siebensätzigen irischen Suite "Planxty O’Carolan" von Bruno Szordikowski spielten die Zupfmusiker "The Wind from the South". Bei dem vielfältigen achtminütigen Werk waren die Musikerinnen und Musiker so richtig gefordert. Sehr homogen und stimmungsvoll präsentierte das Orchester "The Rose", ein Lied aus dem Jahr 1979, das Amanda McBroom für den Film "The Rose" geschrieben hat. Bette Midler interpretierte das Lied und wurde für ihre Version mit einer Goldenen Schallplatte sowie einem Golden Globe für den besten Filmsong ausgezeichnet.

 

International erfolgreich war auch das nächste Musikstäck, das Stefan Gerhart ausgewählt hatte: "Another Day in Paradise", vor 25 Jahren weltweit ganz weit oben in den Hitparaden und einer der größten Hits von Phil Collins. Nach den beiden Titeln "A Whiter Shade of Pale" von Procol Harum (1967) und dem Riesenhit "The Earth Song" von Michael Jackson war man dann auch schon bei Udo Lindenberg angelangt, einer Ikone des deutschsprachigen Rock. Als letzten Titel präsentierte das Hauptorchester "Ein Herz kann man nicht reparieren". Die Zuhörer dankten mit lang anhaltendem Applaus und bekamen eine Zugabe: „Skabbalabaster“.

Aalessen am 24. Juni 2018

        Matinée am 29. April

Dieses Konzert haben wir auch in Neustadt a. d. Weinstraße in der Stiftskirche gespielt!

Unser nächster Auftritt in der March!

Weihnachtsveranstaltung 2017

Weihnachten 2017
Weihnachtsveranstaltung-Jechtingen-2017-[...]
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In der BZ war am 22. Nov. 2017 zu lesen:

Die enge Verbundenheit der Vereine im Dorf bewies der Mandolinen- und Gitarrenverein Jechtingen, der Roland Löffler mit einem Ständchen überraschte. Das Saitenorchester unter der Leitung von Stefan Gerhard spielte drei Musikstücke.

 

Beim Halleluja von Leonard Cohen begleitete Siegfried Kursawe den Chor mit der Gitarre.

 

Aber auch das Saitenquintett Beate Wolfhard, Rainer Dutzi, Stefan Gerhard, Paul Ruf und Siegfried Kursawe sollten noch zum Einsatz kommen.

Matinee

60. Geburtstag unseres Dirigenten

Der wurde natürlich "uf dr Sunne" in Jechtingen gefeiert!

Bei Schnitzel, Brot und einigen Getränken ließen wir es uns zusammen gut gehen.
Herzlichen Glückwunsch, alles Gute weiterhin mit Musik und Geselligkeit!

Jubiläumskonzert November 2015

Fotos: Erich Kromer

 

Auszug aus der BZ vom 25.11.2015:

 

Das Herbstkonzert des Mandolinen- und Gitarrenvereins Jechtingen am Samstagabend im Saal der Winzergenossenschaft vor einer stattlichen Zuhörerzahl trug die Überschrift "Experimente". Sowohl das Hauptorchester als auch die "Saitengäng" beeindruckten unter der Leitung von Eugen Bronnenmayer mit Musik auf hohem Niveau. Im Rahmen des Konzerts gab es auch Ehrungen von Verband und Verein.

Die Zuhörer, darunter zahlreiche Ehrengäste, erlebten eines der ungewöhnlichsten Konzerte, das der Mandolinen- und Gitarrenverein Jechtingen in seiner langjährigen Vereinsgeschichte aufgeführt hat.

Fabio Fehrenbach wurde seiner Doppelrolle als Moderator wie auch als Kontrabassspieler perfekt gerecht.

Eingeleitet wurde das Konzert durch die Saitengäng unter der Leitung von Paul Ruf. Das rhythmisch und betont vorgetragene "Marina" von Rocco Granata zeigte auf beeindruckende Weise die Früchte der intensiven Probenarbeit. Das Experiment beim folgenden "He Ho" war, dass es hierfür keine Noten gibt und die Saitengäng sich die Bearbeitung in den Proben zusammen überlegt hat. Und im zweiten Durchgang stimmten die Zuhörer zu den Klängen der Saitengäng im Kanon ein. Es folgte ein Stück über das vom Aussterben bedrohte und in freier Wildbahn lebende Rebhuhn. Mit den Volksliedern "Hevenu shalom alechem" und "Yidn", verabschiedete sich die Saitengäng.

Den zweiten Programmteil eröffnete das Hauptorchester unter der Stabführung von Eugen Bronnenmayer mit der "Schwäbische Ouvertüre" von Rudolf Krebs. Beim folgenden Titel "The Lion Sleeps Tonight" wurde das Orchester verstärkt von vier Ukulele-Spielern.

Im Rahmen des zweiten Programmteils wurden drei Vereinsmitglieder für insgesamt 120 Jahre aktives Musizieren geehrt. Peter Boegler, Geschäftsführer im Landesverband des Bundes Deutscher Zupfmusiker (BDZ), zeichnete Werner Mitzler für 60 Jahre und Priska Voigt für 40 Jahre aktives Musizieren aus. Dirigent Eugen Bronnenmayer erfuhr für 20 Jahre Mitgliedschaft eine Ehrung des Vereins. Boegler und Werner Dutzi, Vorsitzender des Mandolinen- und Gitarrenvereins, würdigten die Geehrten.

1954 war Werner Mitzler dem Mandolinen- und Gitarrenverein als aktiver Musiker beigetreten. Er ist das erste aktive Mitglied in der Vereinsgeschichte, das 60 Jahre lang musiziert. Sein Instrument ist die Mandoline. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Mitzler seit Ende 2014 an den Vereinsproben nicht mehr teilnehmen. Er brachte sich aber auch über die Musik hinaus tatkräftig im Verein ein. Werner Mitzler zeichne auch seine humorvolle Art aus, betonte Boegler und überreichte ihm den Ehrenbrief des BDZ.

Genauso engagiert bei Veranstaltungen und Vereinsfesten ist Mandolinenspielerin Priska Voigt, die für 40 Jahre geehrt wurde. Seit mehr als 20 Jahren kommt sie von Breisach nach Jechtingen zu den Musikproben, Auftritten und Festen. Von 1983 bis 1989 war sie Vorstandsmitglied. Sie erhielt die Ehrennadel des BDZ in Gold nebst Urkunde. Auch der Verein überreichte beiden Präsente.

Für 20 Jahre wurde Dirigent Eugen Bronnenmayer geehrt, der im Januar 1995 die musikalische Leitung des Mandolinen- und Gitarrenvereins Jechtingen von Josef Dutzi übernommen hatte. In all den Jahren hat Bronnenmayer um die 700 Proben geleitet, viele Konzerte kirchlicher und weltlicher Art mit dem Orchester erarbeitet und aufgeführt und dies alles unentgeltlich. Vorsitzender Dutzi betonte, mit dem Präsent wolle der Verein dieses enorme Engagement honorieren.

Nach der Pause kündigte Moderator Mario Fehrenbach ein weiteres Experiment an mit "Lebenslust" von Komponist Heinrich Halter. Danach erklangen "Spanische Impressionen" von Siegfried Behrend. Dieses Stück war das letzte, das Josef Dutzi am 30. Dezember 1994 dirigierte, wobei sein Nachfolger Eugen Bronnenmayer das Gitarrensolo spielte. Diesmal dirigierte Bronnenmayer, während Paul Ruf die Sologitarre spielte.

Bei der siebenbürgisch-rumänisch-kroatischen "Balkan-Suite" von Gerhard Rosenfeld war das Experiment der Taktwechsel zwischen 4/8 und 5/8, was für Mitteleuropäer ungewohnt ist.

Doch auch dieses Musikstück meisterte das Zupforchester bravourös.

Es folgte das bekannte "Halleluja" von Leonhard Cohen, wobei Sängerin Claudia Ott mit ihrer brillanten Stimme das Orchester begleitete.

Beim Stück "The Song of the japanese Autum" brachte das Orchester den "Kampf eines Bauern mit dem Herbst" näher. Die Kadenz wurde von Rebecca Burkart dargeboten.

Im letzten Titel "Jamaika Medley" zogen Bronnenmayer und sein Orchester nochmal alle "Register" ihres Könnens. Trotz des langen Konzertabends forderte das begeisterte Publikum noch Zugaben.

Vorstand

1. Vorsitzender: Werner Dutzi

2. Vorsitzender: Marius Amann

 

Rechnerin: Katharina Dutzi

Schriftführerin: Simone Melcher

 

Beisitzer: Erich Burkhart

Beisitzerin: Rebecca Burkhart

Beisitzer: Fabio Fehrenbach

 

Jugendvertreter: Marius Amann

Dirigent

Stefan Gerhart

Geschichte des Vereins

Der Mandolinen- und Gitarrenverein "Wanderlust" Jechtingen wurde im Jahre 1922 durch Initiative von Eugen Nadler gegründet. Die Gründungsmitglieder waren Richard Amann, Franz Bohn, Paulus Dutzi, Adolf Helde, Hermann Helde, Ernst Kromer und Eugen Nadler

Zum Musikunterricht fuhr man mit dem Pferdebreak nach Endingen zu einem alten Musiker.

Bis 1938 bestand der Verein aus zwölf aktiven Mitgliedern. 

1939 wurde die musikalische Tätigkeit wegen der Kriegswirren eingestellt.

Nach zehnjähriger Pause konnte dann der Mandolinen- und Gitarrenverein "Wanderlust" dank der Rührigkeit und dem Idealismus von Gründungsmitglied Paulus Dutzi seine musikalische Tätigkeit wieder aufnehmen und neue Mitglieder traten dem Verein bei. 

Paulus Dutzi übernahm die musikalische Leitung und bildete den jungen Nachwuchs an den Instrumenten aus.

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